SEO

Was ist wichtiger: Interne oder externe Links?

Bei SEO-Fragen wird oft zuerst an die eigene Website gedacht. Wie wir Texte mit Suchbegriffen optimieren oder wie die Sitemap lückenlos entsteht. Was natürlich gut und richtig ist. Dass aber das Bild, das andere Angebote auf uns projizieren ebenfalls wichtig ist, wird häufig übersehen.

Nicole Haase 22.12.2014

Viele klammern den Punkt "externe Links" auch erst einmal aus, denn konsequenterweise muss zuerst eine intakte Basis entstehen, damit es sich für andere lohnt, einen Link zu unseren Inhalten zu setzen.

Wie wichtig sind interne Links?

Die Verlinkungen innerhalb einer Website haben einen unterschiedlichen Stellenwert. Automatisch generierte Verknüpfungen, wie Breadcrumbs oder Links, die auf jeder Detailseite auftauchen, wie Meta-Navigation oder Inhalte des Footers am Seitenende, stuft Google als weniger wichtig ein als beispielsweise das Hauptmenü. Die Königsklasse für prominente Links sind Content-Links. Wenn innerhalb eines Artikels manuell auf andere Inhalte verwiesen wird, dann nimmt Google diesen Aufwand durchaus wahr und vermerkt ihn positiv.
Ebenfalls hilfreich ist, wenn der verlinkte Text noch dazu Keywords enthält, die zur Zielseite passen. Diese Ankertexte geben Google nämlich konkrete Hinweise auf passende Longtail-Suchkombinationen.

interne Links
Interne und externe Links

Wie wichtig sind externe Links?

Verlinkt jemand auf unsere Inhalte, empfiehlt er uns quasi seinem Publikum. Die so entstehenden Backlinks von anderen Angeboten sind für unser Linkprofil und somit unser Google-Ranking bedeutend. Je mehr Links auf eine Seite zeigen, desto wichtiger ist sie für Google. Allerdings ist nicht nur die Anzahl ausschlaggebend, sondern auch die Vertrauenswürdigkeit des Absenders und die Position des Links auf der Seite.
Sitzt ein Link beispielsweise bei Wikipedia im sofort sichtbaren, oberen Bereich im Fließtext, wird er von Google hochwertiger eingestuft als in der Sammlung der Weblinks am Ende der Seite.

Wer verlinkt auf uns?

Vor einiger Zeit wurden Links unter verschiedenen Websites getauscht oder auch verkauft und massenweise lange Listen nur zu diesem Zweck produziert. Diese unnatürlichen Links kann Google inzwischen jedoch gut herausfiltern (Penguin-Update) und straft die Angebote stufenweise manuell oder auch automatisch dafür ab.
Hochwertige Links stammen also logischerweise von hochwertigen Angeboten. Wollen wir also zum Beispiel in journalistischen Texten erwähnt werden, müssen wir relevante Inhalte bieten. Und zwar konstant. Denn hilfreicher Content wird verlinkt, taucht in den Top10 bei Google auf, wird bei Recherchen gefunden und hoffentlich wieder verlinkt…

Die Google Content Spirale
Ein ewiger Kreislauf

Ein gutes Linkprofil besteht dabei aus einer ausgewogenen Mischung: aus Empfehlungen in Beiträgen und Foren, relevanten Links von Partnerseiten, Einträgen in ausgesuchten Branchenverzeichnissen und Social Media Erwähnungen. Ein natürlich gewachsenes Linkprofil ist zudem themenrelevant und wird von Google durch ein weites Spektrum von verschiedenen IP-Adressen erkannt.

Und auf wen verlinken wir?

Viele Website-Betreiber fürchten um ihren Linkjuice. Das heißt, wenn wir sorgfältig intern von mehreren Punkten auf eigene wichtige Seiten verlinken, um möglichst viele Besucher genau dorthin zu führen – und natürlich auch Google klar zu machen, welcher Inhalt wichtig ist – wollen wir die Leute bei uns behalten. Natürlich leiten wir (mehr oder weniger mühsam angezogene) Besucher von unserer Seite fort auf eine andere Website, wenn wir ihnen einen externen Link prominent vor die Nase setzen. Andererseits weisen wir auch den Betreiber der anderen Website auf unsere Inhalte hin. Und vielleicht empfiehlt er uns ebenfalls an passender Stelle. Auf jeden Fall zeigen wir, dass wir unseren Lesern gerne alle verfügbaren Informationen liefern – und das honoriert auch Google.
Dabei müssen wir darauf achten, auf welche Informationslieferanten wir verlinken. Nicht jede Domain hält das, was eine einzelne Detailseite verspricht. Es lohnt sich also immer, den Urheber einer Information noch einem zweiten prüfenden Blick zu unterziehen.

Interne und externe Links sind letztendlich gleichermaßen wichtig. Ignorieren wir eine Hälfte, leidet auch der Gegenpart. Also behalten wir die relevantesten Seiten für unsere Besucher im Fokus – intern und extern.