Website-Struktur mit dynamischen TAGs statt starren Kategorien

Website-Struktur mit TAGs – Wie kundenorientierte Cluster entstehen

Eine gute User Experience und die damit verbundene Kundenzufriedenheit wird stark von der Informationsarchitektur beeinflusst. Wie strukturieren Sie Ihre Website, sodass jeder genau das findet, wonach er sucht? 

Dirk Beckmann 16.10.2017

Aus unseren Analysen wissen wir, dass Menschen nach bestimmten Inhalten bzw. Schlüsselworten suchen. Warum bieten wir Ihnen nicht die Möglichkeit, themenspezifisch Inhalte auszugeben – mithilfe von TAGs? Hier erklären wir, wie Sie Ihre neue Website kundenorientiert und übersichtlich strukturieren.

Warum TAGs Ihre Website-Struktur besser machen

Klassisch wird eine Website thematisch nach Kategorien und Unterkategorien strukturiert. In einem Kategoriesystem müssen Sie Ihren Content daher sehr durchdacht ablegen – damit Ihr Kunde die Schublade findet, in dem er den Inhalt vermutet. Wenn sich Themenkomplexe nicht mehr in nur eine Schublade zwängen lassen, verfehlt diese Struktur aber ihren Sinn, Inhalte zu ordnen. Es ist das Dilemma, in dem jeder Bibliothekar steckt: „In welches Regal soll ich das Buch nur stellen? Es passt einfach in mehrere Regale.“ Durch digitale TAGs gehört dieses Problem nun der Vergangenheit an.

Es gibt eine Möglichkeit, dass jeder auf der Website findet, wonach er sucht

Erstellen Sie mit TAGs eine Website-Struktur, mit der jeder Nutzer zurechtkommt. Bücher können beispielsweise sowohl unter dem TAG „Kinderbuch“ als auch unter dem Autorennamen einsortiert sein. TAGs erfordern keine Entscheidung zwischen „A oder B“, sondern ermöglichen ein „A und B“. Dadurch entfällt die Entscheidung, ob der Weg nach links oder rechts zum Ziel führt – denn beide Wege leiten dorthin.


Mit TAGs Themen clustern und User Experience erhöhen

Mittels Keyword-Recherche können Schlagwörter aus dem Suchverhalten der Zielgruppe abgeleitet werden. Diese Keywords können Ideen für mögliche TAGs liefern. Sie strukturieren dann die Inhalte. Auf relaunch.de verwenden wir TAGs wie „SEO“, „Strategie“ und „Technik“. Nicht nur einzelne Begriffe, sondern auch eine Wort-Kombination wie beispielsweise „Marketing Minute“ ist möglich, die noch zielgerichteter funktioniert als das Schlagwort „Marketing“ allein. Eine ganz wichtige Eigenschaft von TAGs ist, dass sie mehrfach vergeben werden können – zu jedem passenden Inhalt. So entsteht ihr großer Vorteil: das Themencluster. Mit einem Klick filtert die Website vor den Augen der Nutzer nach Themen – den TAGs – und zeigt Inhalte zum Suchbegriff an. So bietet das Tagging eine schnelle Möglichkeit, zu relevanten Inhalten zu gelangen – und die Besucherzufriedenheit steigt.



Kategorien und TAGs ergänzen sich

Das Kategoriesystem ist nützlich, wenn es um die grobe Sortierung geht. Beispielsweise kann ein Verlag in der Navigationsleiste zwischen Büchern, Zeitschriften und Audioinhalten differenzieren. Wird es inhaltlich genauer, helfen TAGs bei der Strukturierung der Webseite. Es werden auch kategorieübergreifend Einträge angezeigt, die zum Beispiel mit dem Schlagwort „Krimi“ versehen sind: So kann es sein, dass der Suchende über einen Kriminalroman informiert wird, der auch als Hörbuch verfügbar ist. TAGs beschreiben die Details der Inhalte, gerade wenn mehr als ein Schlagwort zugeordnet wird. Und während besonders Oberkategorien starr sind, können TAGs auch jederzeit dynamisch ergänzt werden. Sie können spezifischer sein als Kategorien. So umgehen Sie die Herausforderung, dass ein Inhalt nicht zu einem Thema passt. Das heißt: Die TAG-Mechanik ermöglicht, dass alle Inhalte organisiert werden können.



Dynamische Website-Struktur mit TAGs

Tagging kann starre Hierarchien auflösen, weil es netzartig funktioniert: Zum einen werden alle TAGs  gleichwertig behandelt – alle sind klickbar und liefern Content. Gemeinsam konkretisieren sie einen Inhalt: Alle TAGs eines Artikels werden quasi in einem Netz gesammelt, um den Artikel so spezifisch wie möglich zu etikettieren. Wir versehen einen Referenzartikel beispielsweise mit dem TAG-Netz „Referenz – Content Marketing – Redaktion – Websites“. Zum anderen vernetzen TAGs aber auch, weil sie interne Links generieren, die Inhalte clustern. Das Netzprinzip wird auch in sozialen Medien genutzt: Auf Instagram werden Bilder und Videos mit speziellen markierten TAGs, den Hashtags, versehen, um ein Cluster themenspezifischer Beiträge zu erhalten. So sieht ein bergfaszinierter Nutzer unter dem Hashtag #alpen Posts von verschiedenen Menschen, die in den Alpen waren – und kann sich durch ihren Content inspirieren lassen. 

 

 

Instagram Suche mit Hashtag Alpen

Flache Website-Struktur für eine bessere User Experience – und was Google damit zu tun hat

Um Ihren Nutzern die bestmögliche User Experience zu bieten, sollten Sie sich vor dem Relaunch Gedanken machen, wen Sie mit Ihrer Website ansprechen wollen. Wer sind Ihre Zielgruppen und wie machen Sie daraus Personas, welche Bedürfnisse haben diese und für welche Inhalte interessieren sich die verschiedenen Gruppen?

Eine klare Website-Struktur wird nicht nur von Nutzern gewürdigt, indem sie auf Ihrer Seite verweilen, sondern auch von Google. Machen Sie sich also mit einer guten Website-Struktur die Suchmaschinenoptimierung zunutze: Ist die Struktur klar, rankt Google Sie besser – und macht Ihre Seite so sichtbarer. Finden Nutzer auf der Seite dann auch das, nach dem sie gesucht haben, erhöht das ihre Zufriedenheit.



Fazit

TAGs lohnen sich für eine klare Website-Struktur mit einer flachen Hierarchie, um jeden Inhalt passend einzuordnen. Fehlt die passende Bezeichnung, ergänzen Sie einfach das entsprechende Schlagwort. Sie können TAGs auch verwenden, um Ihre Website dynamischer und vor allem kundenorientierter zu gestalten: Auf Knopfdruck generiert sich eine Website, die dem gewünschten Themencluster entspricht. Profitieren Sie durch TAGs von der klaren Website-Struktur, die Ihre Zielgruppen und nicht zuletzt Google überzeugt.