Digitale Strategie

Was ist eine Landingpage – und wofür nutze ich sie?

Eine gute Landingpage macht aus einem Besucher einen Kunden. Sie ist oft der erste Kontaktpunkt eines Nutzers mit einem Produkt oder Unternehmen – im wahrsten Sinne also die Landebahn eines potenziellen Kunden. Jedes Unternehmen sollte sich deshalb mit diesem ersten Touchpoint auseinandersetzen – und ihn als zielführendes Werkzeug in seinen Marketing-Mix integrieren.

Carolin Müller 10.07.2017

Eine Landingpage sollte wie ein Fallschirm Ihre Website-Besucher sicher auffangen.

Das Ziel einer Landingpage ist die Interaktion mit potenziellen Kunden

Landingpages sind als Marketing-Tools zu verstehen – es sind speziell im Rahmen von Kampagnen gestaltete Inhaltsseiten, die den Nutzer zum Handeln animieren sollen. In erster Linie geht es um die Steigerung der Konversionsrate. Das kann zum Beispiel bedeuten:

  • Der Nutzer einer Suchmaschine wird zum Besucher einer Website.
  • Der Besucher einer Website wird zum Interessenten eines Download-Angebots.
  • Der Besucher einer Website registriert sich mit seiner E-Mail-Adresse für einen Newsletter.

Im Unterschied zu einer „normalen“ Unternehmens-Website beinhaltet eine Landingpage selbst in der Regel keine Werbemittel. Stattdessen ist sie das Verweisziel von Werbebannern oder -anzeigen.

Eine Landingpage bietet dem User konkrete Lösungen – und Antworten auf seine Frage.

Ein Nutzer tippt beispielsweise eine sehr konkrete Frage in den Suchschlitz von Google, findet in den Suchergebnissen Ihre ansprechende Anzeige und erhofft sich konkrete Lösungen und Antworten auf seine Frage – Lösungen, die Sie auf einer Landingpage übersichtlich und ohne ablenkende Elemente anbieten. Im Mittelpunkt steht Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung. Auf eine Seitennavigation oder Verlinkungen, die den Nutzer vom Angebot wegführen könnten, wird dabei verzichtet.

 

Eine kleine Checkliste für die Landingpage

Unternehmen sollten auf einer Landingpage mit einer klaren Botschaft auftreten, denn das konkrete Ziel ist die Conversion. Die Seite sollte deshalb schlank und nicht überladen, sondern klar strukturiert sein. Neben einem cleanen Layout sollten Sie außerdem, eine exakte Vorstellung von der Zielgruppe haben – denn die Landingpage muss inhaltlich sofort die Bedürfnisse des Besuchers ansprechen und die Bereitschaft wecken, sich noch näher mit diesem speziellen Angebot auseinandersetzen zu wollen. Die wichtigsten Elemente einer Landingpage sind:

  • der Call-to-Action: Sprechen Sie Ihre User aktiv an und bieten Ihnen ein Newsletter-Abo oder einen Gratis-Download nach Angabe der E-Mail-Adresse an. Wenn Sie einen Shop betreiben, können Sie direkt einen auffälligen „Jetzt Kaufen“-Button implementieren.
  • das Logo: Platzieren Sie Ihr Logo gut sichtbar auf der Landingpage – am besten links oben.
  • die Headline und Subline: In Haupt- und Subüberschrift sollten Sie bereits auf den Punkt bringen, was Sie anbieten.
  • die Einleitung: Fassen Sie zusammen, welche Vorteile Ihr Angebot bietet – und was Ihre Alleinstellungsmerkmale (USP) sind.
  • der Hero Shot: Zeigen Sie ein Bild, das die Besucher schnell verstehen; das kann ein Produkt, oder aber eine Infografik sein.
  • die Kundenstimmen: Schaffen Sie Vertrauen und Glaubwürdigkeit mit Testimonials. Oder Gütesiegeln. Oder Zertifikaten.
  • die Kontaktmöglichkeiten: Bauen Sie einen Draht zu Ihrem potenziellen Kunden auf – zum Beispiel indem Sie ein persönliches Telefonat anbieten und einen Ansprechpartner nennen (oder abbilden).
Eine Landingpage schematisch in einem groben Layout skizziert. Besonders wichtig: CTA und Kontakt-Option

 

Von der Kampagne zur Landingpage leiten

Landingpages eignen sich immer dann, wenn Sie eine Kampagne zu einem bestimmten Thema planen. Der Weg der Nutzer zu Ihrer Seite kann sich dabei auf zwei Arten unterscheiden:

1. Sie befriedigen konkrete Nutzer-Bedürfnisse

Wenn Menschen etwas wissen wollen, fragen sie heute direkt Google. Sie werden aktiv, weil sie ein bestimmtes Bedürfnis befriedigen wollen – und erwarten von der Suchmaschine konkrete Antworten. Haben Sie Ihre AdWords-Kampagnen auf exakt die Keywords optimiert, die der Google-User in den Suchschlitz getippt hat, können Sie ihn auf Ihre Landingpage leiten. Das sehr konkrete Bedürfnis, führt ihn zu Ihrer Landingpage – die wiederum muss ebenso spitz und konkret sein wie die ursprüngliche Suchanfrage.

2. Sie wecken die Neugier der Nutzer

Manchmal wissen User jedoch noch nichts von ihrem Bedürfnis nach Ihren Produkten und Dienstleistungen – passen jedoch hervorragend zu Ihrer Zielgruppe. Insbesondere über Facebook oder Twitter können Sie sie für Ihre Kampagne begeistern – und zu zahlenden Kunden machen. Mithilfe von Social-Media-Targeting können Sie diese potenziellen Kunden, die eigentlich nur entspannt durch ihre Timelines scrollen, mit Ihrem Content erreichen und Neugier wecken. Auch hier gilt: Die für Social Media (oder auch Werbe-Banner) optimierte Anzeige muss inhaltlich mit der Landingpage übereinstimmen. So gewinnen Sie nicht nur das Vertrauen der User, sondern im idealerweise neue Kunden.


Google liest mit: So geht Suchmaschinenoptimierung für Landingpages

Aus SEO-Sicht funktioniert eine Landingpage genauso wie eine herkömmliche Detailseite Ihrer Webpräsenz. Hinter einem ansprechenden Flat Design Ihrer Seite sollten Sie dabei auf folgende Punkte achten:

  • der Seitentitel: Der Seitentitel ist nicht nur für das Ranking in Suchmaschinen relevant – auch der Nutzer profitiert von einem klaren Title-Tag: Einerseits teilt er Google mit, wovon die Seite erzählt, andererseits gibt er Nutzern bereits in der Auflistung der Suchergebnisse wertvolle Orientierung über den Seiteninhalt. Deshalb gilt: Das relevante Keyword sollte stets im Seitentitel enthalten sein.
  • die Seitenbeschreibung: Die Seitenbeschreibung einer Website bietet noch mehr Platz für relevante Informationen als der Titel (diese beiden Meta-Tags sollten sich textlich ergänzen). Weitere wichtige Keywords können – und sollten – an dieser Stelle untergebracht werden, um bereits in den Suchergebnissen ein scharfes Bild vom eigentlichen Seiteninhalt zu zeichnen – für Google und den User.
  • die Überschriften: Wenn Sie die Ratschläge unserer Checkliste befolgt haben, ist Ihre Landingpage nicht überladen, sondern klar strukturiert. Vor allem die Headlines (h1-h6) sorgen für eine bessere Lesbarkeit – und sind ein weiterer sehr guter Platz, um Keywords unterzubringen.
  • die Bilder: Bedenken Sie auch die Titel- und Alt-Attribute Ihrer Bilder und Visualisierungen: Auch hier sollten Sie die passenden Keywords platzieren.

 

Fazit

Mit einer individuellen, bedürfnisorientierten Landingpage können Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen fokussierter bewerben und dabei vor allem neue Leads und Conversions generieren. Das hat Vorteile für den Vertrieb und das Marketing Ihres Unternehmen. Gleichzeitig kann der Website-Besucher mit relevanten, pointierten Informationen seine Bedürfnisse stillen und findet Orientierung. Dieser – womöglich erste – Kontakt mit Ihrem Angebot bleibt als positiver Touchpoint in Erinnerung – und der Besucher kehrt später umso wahrscheinlicher als zahlender Kunde zurück.