SEO

Vergessen Sie Meta-Tags – aber nicht ganz!

Inhalte sind in erster Linie für Menschen gemacht. Klar. Sie müssen relevant und schnell zu verstehen sein. Auch klar. Google sortiert nach diesen Vorgaben schon eine ganze Weile die Suchergebnisse auf die vorderen oder hinteren Plätze. Daher haben viele Meta-Tags an Bedeutung für das Suchmaschinen-Ranking eingebüßt.

Nicole Haase 20.01.2016

Welche Meta-Tags brauchen wir noch – und welche nicht?

Eine ganze Weile waren Meta-Tags der Dreh- und Angelpunkt für Ihre Website. Google und die meisten anderen Suchmaschinen richteten sich ausschließlich nach diesen Angaben. Ein Online-Angebot war quasi nicht sichtbar oder tauchte – mit etwas Glück – immerhin in kuratierten Suchmaschinen auf, wenn diese Informationen nicht gepflegt wurden. Von diversen Anbietern wurden Meta-Tags (und später auch der Rest der Seite) mit übermäßig vielen Schlüsselbegriffen versorgt, aber leider immer weniger mit nützlichen Inhalten. Diesem Missbrauch hat Google seit ein paar Jahren den Kampf angesagt. Was ehemals unerlässlich war, ist jetzt häufig nur noch eine Randnotiz.

Welche Tags brauchen wir noch?

Die Angabe des Keywords zum Beispiel interessiert Google nicht mehr. Die Suchmaschine hat effektivere Wege gefunden, um zu erkennen, welche nützlichen Informationen in unseren Inhalten stecken und vertraut dabei nicht mehr auf die Einschätzung des Verfassers. Trotzdem bleiben Keywords wichtiger Bestandteil der Content-Entwicklung. Sie werden weiterhin zu Beginn der Themenrecherche im Google Keyword-Planer analysiert, um unter anderem herauszufinden, ob und wie unsere Zielgruppe nach unserem Thema sucht.

Welche Tags will Google noch?

Der Title-Tag ist (per Definition kein Meta-Tag, wird aber hauptsächlich von Browsern und Suchmaschinen genutzt) dagegen in mehrerer Hinsicht wichtig für die Bewertung Ihrer Seite. Dieser Seitentitel darf nicht länger als 60 Zeichen sein (lieber etwas kürzer), er sollte möglichst weit vorn das Keyword enthalten und nicht mehrfach unter derselben URL eingesetzt werden (siehe Duplicate Content).
Außerdem bildet der Title zusammen mit der Meta-Description die Einträge in den SERPs (Search Engine Result Pages), also die gekürzte Fassung unserer Website in den Suchergebnissen.

Google-Suchergebnis aus Title und Description
Title und Description in den Google Suchergebnissen

Die beiden Tags vermitteln den ersten Eindruck beim Suchenden. Sie entscheiden darüber, ob die übrige Detailseite überhaupt angeklickt und aufgerufen wird. Was hilft es uns, wenn Google die Seite auf Platz 1 präsentiert, wenn Titel und Beschreibung nicht zum Klicken einladen? Diese beiden kurzen Texte sollten also sehr sorgfältig erarbeitet werden. Hält Google sie nämlich für schlecht geschrieben oder für unpassend, werden sie kurzerhand durch andere Informationen ersetzt – zum Beispiel durch externe Linktexte, auf die wir keinen Einfluss haben.

Solche leeren beziehungsweise für unsere Detailseite unsichtbaren Tags sind zwar nicht wichtig für die Darstellung, sollten aber dringend berücksichtigt werden. Darüber hinaus gibt es – je nach Website – weitere Meta-Elemente, die die Suchergebnisse für den Nutzer noch einladender gestalten können:

  • für journalistische Online-Angebote kann es wichtig sein, den Autor anzugeben
  • für Shops sind Preise und Lieferinformationen spannend
  • für Rezepte können Kochzeiten und Schwierigkeitsgrad interessant sein
  • usw. (sogenannte Rich Snippets sind vielfälltig und lassen sich in einem gleichnamigen Tool von Google direkt testen)
Google-Suchergebnis mit Bild und Zusatzinfos, wie Bewertung, Zubereitungszeit und Kalorien
Beispiel für ein Rezept mit Rich Snippets in den Suchergebnissen

Je nach Positionierung können diese Angaben also relevant anreichern – oder auch verwirren. Die Reduktion auf tatsächlich wichtige Informationen ist somit auch hier entscheidend. Und jede Zeile Code, die wir einsparen, macht die Website schlanker und schneller, was Google übrigens in jedem Fall positiv bewertet.

Google erkennt und fordert Relevanz für gute Platzierungen.

Konzentrieren wir uns also in erster Linie auf das, was zu unserer Zielgruppe passt. Google erkennt und honoriert, wenn wir relevante Lösungen liefern. Viele Klicks und Verlinkungen zeigen Google zum Beispiel mit der Zeit quasi automatisch, dass der Inhalt relevant ist, also rückt Google ihn auf die oberen Plätze. Wenn wir der Suchmaschine an den richtigen Stellen mit den passenden Angaben auf die Sprünge helfen, beschleunigen wir diesen Vorgang.