Strategie - Kontinuierlicher Optimierungsprozess als Alternative

Warum es manchmal besser ist, langsam zu optimieren

Eine bestehende Community fordert ihre gewohnte Umgebung. Ein Stammpublikum, das sich an ein gewisses Programm gewöhnt hat, will auch für die Zukunft eine ähnliche Grundversorgung. Natürlich freuen sich die Mitglieder auch über nützliche Neuerungen, doch ein zu gravierender Wandel kann häufig zu Ablehnung führen.

Nicole Haase 17.11.2014

„Kaum hatte ich das Abo abgeschlossen, ändert sich die gesamte Homepage und ich finde nichts mehr wieder.“

- Kommentar aus einem Forum

Ändert sich die komplette Struktur einer Website von einem Moment zum anderen, kann es in den Google-Suchergebnissen außerdem relativ lang dauern, bis die Landingpages wieder den passenden Stellenwert erreichen. Die Verlinkungen von externen Seiten bauen sich unter anderem nur langsam wieder auf und so ist es schwer, direkt in den Top 10 durchzustarten.

Stauen sich notwendige Optimierungen auf, wird die Website zur reinsten Baustelle – kein Vergnügen für Besucher und Betreiber. Der Planungsaufwand für einen Relaunch wächst für alle Beteiligten, er wird zunehmend unübersichtlicher und – aufgrund der langen Zeit, die schon ins Land gegangen ist – auch immer dringender und gehetzter.

Wie entspannen wir die Lage und vermeiden gleichzeitig Investitionsstaus?

Ein kontinuierlicher Optimierungsprozess hat viele Vorteile, braucht aber einen funktionierenden Kreislauf aus: Analyse, Zielkorrektur, Planung und Produktion. 

Relaunch - langsames Optimieren
Der Kreislauf: Analyse, Zielkorrektur, Planung und Produktion

Und ist wieder ein neuer Abschnitt produziert, prüfen wir die Veränderungen und neuen Abläufe genau, was dann die Grundlage für die folgende Analyse ist. Der Kreislauf geht also ohne Pause nahtlos von einem Punkt in den anderen über.
Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist das Training der eingesetzten Ressourcen und die immer reibungsloser funktionierenden Abläufe.

Der kontinuierliche Optimierungsprozess braucht einen stetigen Kreislauf.

Ist dieser stetige Prozess in Gang, können wir flexibler und kurzfristiger Veränderungen für Online-Marketing-Kampagnen einbauen. SEO-Updates von Google berücksichtigen wir schneller oder auch allgemeine Marktschwankungen und Konkurrenzsituationen.
Mit A/B-Tests finden wir anschließend konkret heraus, wie erfolgreich die vorgenommene Änderung ist und wie man sie weiter optimieren kann. Ein Jahresbudget für den Optimierungskreislauf verhilft zu Kontrolle und Übersicht und verhindert einen Investitionsstau.

 

Der kontinuierliche Optimierungsprozess ist also eine Alternative zum umfangreichen Großprojekt – quasi: regelmäßig viele kleine Änderungen statt alle Änderungen im seltenen großen Paket auf einmal.
Und wenn dann doch einmal zusätzlich zum stetigen Prozess ein Großprojekt (wie ein Relaunch inklusive Systemwechsel) notwendig wird, sind alle Beteiligten schon mit den Vorgängen vertraut und bilden ein eingespieltes Team.